
Was ist die Glaspest?
Glasfäule entsteht, wenn Gläser weiß und trüb aussehen. Sie kann sowohl neue als auch alte, teure wie günstige Gläser betreffen. Selbst Gläser, die vom Hersteller als spülmaschinenfest gekennzeichnet wurden, können betroffen sein. Bei Einwirkung hoher Temperaturen bilden sich mikroskopisch kleine Risse und Löcher im Glas. Dadurch kristallisiert die Kieselsäure im Glas aus und lässt die Gläser weiß und trüb erscheinen. Die Kieselsäure kristallisiert ab einer Temperatur von 60–65 °C aus. Dies geschieht typischerweise in der Spülmaschine bei hohen Temperaturen über 55 °C.
Es kann auch durch die alkalische Wirkung von Geschirrspülmittel entstehen. Die aggressiven Chemikalien im Spülmittel und die lange Einwirkzeit können dazu führen, dass die Glasmasse kristallisiert. Einige Experten empfehlen, Waschpulver anstelle von Geschirrspültabs zu verwenden und nur die Hälfte der empfohlenen Dosis zu nehmen.
Ist der Unfall erst einmal passiert, kann nichts mehr getan werden – die Glasplaque
lässt sich nicht mehr entfernen.
Wie man die Glaspest vermeidet
- Spülen Sie Ihre Gläser im Glasprogramm. Falls Ihr Geschirrspüler kein solches Programm hat, wählen Sie ein Kurzprogramm mit einer Temperatur unter 55 °C.
- Öffnen Sie den Geschirrspüler, sobald er fertig ist, und lassen Sie den heißen Dampf entweichen.
- Das Trocknen im Wäschetrockner ist schädlich für Ihre Brille. Verzichten Sie daher nach Möglichkeit darauf und trocknen Sie sie direkt nach dem Spülen von Hand ab. Stellen Sie sie außerdem nicht kopfüber in den Schrank, da sich so Feuchtigkeit staut.
- Öffnen Sie den Geschirrspüler, sobald er fertig ist, und lassen Sie den heißen Dampf entweichen.
- Glas verträgt keine Feuchtigkeit. Stellen Sie es daher nicht kopfüber in den Schrank – dadurch staut sich Feuchtigkeit und das Risiko von Oberflächenkorrosion steigt.
- Entkalken Sie Ihren Geschirrspüler regelmäßig. Geben Sie dazu einen halben Liter klaren Essig in den Boden des Geschirrspülers. Starten Sie anschließend ein normales Spülprogramm.
Nicht immer Glaspest
Weiße Ablagerungen können auch durch zu viel Spülmittel und/oder Salz entstehen. Dadurch bildet sich eine Art Kalkfilm auf der Glasoberfläche. Dasselbe kann bei zu viel Kalk im Wasser passieren.
Seife lässt sich mit warmem Wasser abwaschen, und Essig entfernt Kalkablagerungen. Legen Sie das Glas in Essig ein und lassen Sie es trocknen. Wenn das Glas wieder klar ist, hat der Essig den Kalk aufgelöst. Verwenden Sie unbedingt weißen Essig ohne Zucker, damit sich kein neuer Zuckerfilm bildet.
Gläser von Hand waschen
Am sichersten beugt man Glaspest vor, indem man Gläser von Hand spült. Dies ist besonders empfehlenswert bei alten, wertvollen Kristallgläsern mit hohem sentimentalen Wert. So ist man auf der sicheren Seite und bekommt keine Glaspest. Denken Sie daran, dass Leitungswasser sehr heiß sein kann und leicht über 55 Grad Celsius erreicht – verwenden Sie daher nicht das heißeste Leitungswasser.