Großer Gebetstag – Geschichte, Zeit und Rezept

Großer Gebetstag – Geschichte, Zeit und Rezept

Der Große Gebetstag steht kurz bevor, also ist es an der Zeit, den Geschichtsteil aufzufrischen, und dann gehen wir in die Küche und backen Weizen.

Aber warum heißt er „Großer Gebetstag“?

Der Große Gebetstag wurde ursprünglich von Hans Bagger, einem ehemaligen Bischof, eingeführt. Er rief ihn ins Leben, der damals einer von vielen kleineren Gebetstagen war, die über den Kalender verteilt waren. So fand jeden Mittwoch ein Gebetstag auf dem Land statt, an dem Priester im ganzen Land in den Kirchen für den Frieden beteten. Später wurde beschlossen, die vielen kleinen und halben Feiertage zu einem einzigen, dem Großen Gebetstag, zusammenzufassen. Der Große Gebetstag wurde bereits am Vorabend durch das Läuten der Kirchenglocken angekündigt. Das Läuten der Glocken signalisierte den Gasthäusern und anderen Händlern, dass es Zeit war, zu schließen und Handel zu treiben. So bestand die Hoffnung, dass die Menschen am Freitag, dem Großen Gebetstag, pünktlich und nüchtern zum Gottesdienst kommen würden.

Warum essen wir also Weizen?

Als der Große Gebetstag zum vollwertigen Feiertag erklärt wurde, durfte an diesem Tag niemand arbeiten. Das bedeutete auch, dass der Bäcker die frühen Morgenstunden nicht zum Brotbacken nutzen konnte und daher bereits am Vorabend besonders große Weizenkeime herstellen musste, die die Menschen am Großen Gebetstag kaufen und aufbacken konnten. Aus unerfindlichen Gründen wird der Brauch nun auf den Donnerstag vor der Karwoche verlegt. Dieses Jahr haben wir uns etwas Neues ausgedacht und uns deshalb entschieden, die Weizenknospen selbst zu backen. Wenn Sie mitmachen möchten, folgen Sie einfach dem unten stehenden Rezept.

Weizenknospen

16 Stück Das brauchst du – Zutaten -
  • 100 g weiche Butter
  • ½ Teelöffel grobes Salz
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1 Teelöffel Kardamom
  • 2 dl Milch
  • 40 g Hefe
  • 2 Eier
  • 450 g Weizenmehl
  • 1 Ei zum Bestreichen
So geht's –
  1. Die Milch in einem Topf bei schwacher Hitze auf etwa 35 Grad erwärmen. Die warme Milch in eine mittelgroße Schüssel gießen und Eier, Hefe und Zucker verrühren.
  2. In einer großen Schüssel Mehl, Salz und Kardamom vermischen. Die weiche Butter in die Mehlmischung bröseln.
  3. Nun die beiden Mischungen auf einem Brett gut durchkneten, bis ein glatter und leckerer Teig entsteht.
  4. Nach dem Kneten den Teig zurück in die große Schüssel geben und mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken, damit der Teig etwa eine Stunde lang gehen kann.
  5. Den Teig auf ein mit Mehl bestreutes Brett geben und gut durchkneten.
  6. Teilen Sie den Teig in 16 gleich große Stücke und formen Sie daraus 16 Brötchen. Legen Sie die Brötchen dicht nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech , sodass sie sich nicht berühren. Decken Sie die Brötchen mit einem trockenen Geschirrtuch ab und lassen Sie sie 45 Minuten gehen. Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad Umluft vor, damit er bereit ist, sobald die Brötchen fertig gegangen sind.
  7. Bestreichen Sie die Brötchen mit dem verquirlten Ei und backen Sie sie anschließend 12-15 Minuten im vorgeheizten Ofen.
Guten Appetit ;-)